Wie schreibe ich ein Gebet?
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| Bild: Praynet |
| Gebetskarte von PrayNet |
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| Beten - das hat man irgendwann einmal so gelernt - heißt Sprechen mit
Gott. Es gibt Gebete, die können alle auswendig, wie das Vaterunser.
Ein eigenes Gebet zu schreiben kann schwierig sein. Wie finde ich die
richtigen Worte? Manches klingt so banal, anderes ist in einer frommen
Kunstsprache ausgedrückt, in der ich meine Gedanken nur schwer
wiederfinden kann. Deshalb hier ein paar Tipps, die helfen sollen, ein
eigenes Gebet zu formulieren, damit es zu dir passt.
Was heißt "sprechen mit Gott"?
Jesus hat seinen Jüngern beigebracht, dass man zu Gott sprechen kann,
wie es Kinder tun, die ihren Eltern ganz und gar vertrauen. Das heißt, wir
können unsere Hoffnungen und Wünsche, unsere Trauer und Sorge ihm
anvertrauen, weil wir daran glauben, dass er eine Lösung für uns kennt und
uns dabei hilft. Wir können auch etwas tun. Wenn wir das Gebet für unseren
Gebetspartner sprechen, dann denken wir an ihn und können sein Gebet durch
unser Beten verstärken.
Was passt in mein Gebet?
Prinzipiell alles, was für mich wichtig ist. Dabei macht es keinen
Unterschied, ob es sich dabei um persönliche Dinge handelt oder um Themen,
die allgemein von Bedeutung sind. Wichtig ist, dass es etwas mit mir und
meinem Leben zu tun hat.
Gibt es eine Reihenfolge oder Gliederung?
Irgendwie schon - ähnlich wie bei einem Brief kann man folgende
Reihenfolge beachten:
Die Anrede: Sie drückt die Beziehung zwischen Gott und
mir aus - zum Beispiel Lieber Gott, Jesus, Guter Vater, Du.
Mein Thema: Ich erzähle, was ich erlebe, was mich
beschäftigt, was mich traurig wütend oder froh macht.
Mein Anliegen: Ich sage Gott, was er damit zu tun hat
- ich kann ihn bitten, loben, ihm danken oder einfach nur meine Klage
aussprechen.
Der Schluss: Ähnlich wie mit einer Unterschrift wird
das Gebet mit einem "Amen" abgeschlossen, das nochmals all dem zustimmt,
was im Gebet gesprochen wurde.
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